Sobald die Nachbarin Ihrer Großtante davon erfährt, dass Sie Schwierigkeiten haben schwanger zu werden, kommen Ratschläge wie „Wenn man aufhört, darüber nachzudenken, dann klappt es auf einmal mit der Schwangerschaft.“ oder „Man muss jeden Tag Zimtwasser trinken.“.
Das ist emotional sehr anstrengend.
Die Selbstzweifel sind schon groß genug – „Alle meine Freundinnen sind schwanger, was stimmt denn nicht mit mir?“ Wenn Ihr Arzt Ihnen also empfiehlt, die Hilfe von Kinderwunschexperten in Anspruch zu nehmen, kann sich das wie ein weiterer emotionaler Rückschlag anfühlen, den Sie verarbeiten müssen.
Die emotionale Achterbahnfahrt der Fruchtbarkeitsbehandlung
Eine Fruchtbarkeitsbehandlung in Erwägung zu ziehen – sei es eine konvetionelle IVF, eine IVF im natürlichen Zyklus, oder alles dazwischen – bringt ein Wechselbad der Gefühle mit sich, das von Hoffnung und Aufregung bis hin zu Angst und Enttäuschung reicht (und ein Wörterbuch voll von anderen Adjektive, die wir hier nicht aufgeführt haben). Sie sind aber nicht allein und Sie können für Sie hilfreiche Schritte einleiten:
1. Überlegen Sie sich, mit wem Sie diese Reise antreten wollen
Genauso. wie Sie sich Ihren Partner aussuchen, mit dem Sie ein Kind großziehen wollen, sollten Sie auch Ihre Kinderwunschklinik auswählen. Ja: Erfolgsquoten, Behandlungsmethoden, Gesetze und Kosten sind wichtig, aber Sie möchten auch mit einem Team von Kinderwunschspezialisten zusammenarbeiten, welches sich mit der Wissenschaft auseinandersetzt und gleichzeitig Ihr emotionales und mentales Wohlbefinden im Auge behält.
2. Behalten Sie Ihren Partner im Blick
Wenn Sie in einer Beziehung sind, ist es wichtig, die Kommunikationswege so offen wie möglich zu halten. Sie erleben beide eine der herausforderndsten (und aufregendsten) Zeiten Ihres Lebens. Sie sind vielleicht nicht immer im selben emotionalen Zustand, aber nähren Sie Ihre Beziehung mit Aufmerksamkeit, Liebe und Akzeptanz.
3. Überhöhren Sie unerwünschte Ratschläge
Auch wenn Freunde und Familie eine wichtige Stütze sind, schaden ungebetene Ratschläge oder Geschichten über die Schwangerschaft anderer Menschen manchmal mehr als sie nützen. Wählen Sie eine VIP-Gruppe von Menschen aus, denen Sie Ihre Gefühle wirklich anvertrauen können, und schalten Sie alle anderen Kommentare zum Thema Fruchtbarkeit sanft aus. Es ist an der Zeit, dass Ihr Wohlbefinden an erster Stelle steht.
4. Holen Sie sich Unterstützung von außen
Manchmal ist es sinnvoll sich Unterstützung außerhalb Ihres vertrauten Kreises zu holen. Wahrscheinlich hat auch Ihr Partner mit den gleichen gemischten Gefühlen wie Sie zu kämpfen, und es kann somit hilfreich sein, den neutralen Rat eines Experten einzuholen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderwunschspezialisten, um zu erfahren, an wen Sie sich am besten wenden können. Es gibt hervorragende Berater und Psychologen, die Ihnen helfen können, positiv eingestellt zu bleiben und gleichzeitig Ängste, Beziehungsprobleme, mehrfaches Scheitern und Trauer zu bewältigen. Eine gute Klinik weiß, wie wichtig es ist, Wissenschaft und Emotionen in Einklang zu bringen und sie wird alles tun, damit Ihre Reise zur Mutterschaft so natürlich und positiv wie möglich verläuft.
So schwer es auch sein mag, (versuchen Sie), mit dem Strom zu schwimmen…
Obwohl kein Zweifel daran besteht, dass eine Fruchtbarkeitsbehandlung – sei es eine konvetionelle IVF, eine IVF im natürlichen Zyklus, oder irgendetwas dazwischen – mit vielen Höhen und Tiefen verbunden sein kann, denken Sie daran, dass es sich auf lange Sicht lohnen wird. Ein Kind ist ein Geschenk, ganz gleich, wie es auf diese Welt gekommen ist. Und selbst wenn das Ergebnis nicht so ausfallen sollte, wie Sie es sich erhofft haben: Sie sollten Ihrem zukünftigen Ich den Gefallen tun zu wissen, dass Sie alles Mögliche getan haben, um später nicht mit dem Zweifel leben zu müssen. Die Erfolgsquoten sind hoch, und es gibt immer einen Grund zur Hoffnung.



